Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst wird. Die Bakterien können sich nach einer Infektion über den Blutkreislauf im gesamten Organismus ausbreiten und dabei jedes Organ und Gewebe in Mitleidenschaft ziehen.
![]() Zecken können auch Borreliose übertragen |
VerbreitungDie Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in Europa und Nordamerika. Borreliose kommt überall vor, wo es Zecken gibt. Die Durchseuchung der Zecken mit dem Bakterium ist regional und in Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium der Zecken unterschiedlich hoch. |
Überträger des Bakteriums sind in der Regel Zecken, die den Erreger während des Saugaktes nach einigen Stunden (in der Regel in einem Zeitfenster von 8 bis 12 Stunden nach dem Einstich) auf den Menschen übertragen.
Deswegen kann durch ein schnelles Entfernen der Zecke unmittelbar nach dem Einstich eine Infektion meistens vermieden werden. Beim Entfernen der Zecke sollte man unbedingt eine Quetschung des Zeckenleibes vermeiden, um die Borrelien nicht aus dem Darm der Zecke in die Wunde zu quetschen. Auch sollten Mittel wie Nagellack, Öl oder Klebstoff, welche den Tot der Zecke herbeiführen sollen, unbedingt vermieden werden, da die Zecke in ihrem Todeskampf vermehrt Krankheitserreger in die Stichstelle abgibt.
Eine direkte Übertragung der Borrelien von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt, d. h. erkrankte Personen sind nicht ansteckend.
Eine Erkrankung ist mit einer frühzeitigen Antibiotikatherapie behandelbar. Gegen die Lyme-Borreliose gibt es zur Zeit keinen zugelassenen Impfstoff.