Zecken sind eine Überfamilie innerhalb der Milben und gehören zur Klasse der Spinnentiere. Das lässt sich vor allem daran erkennen, dass sie im ausgewachsenen Stadium 8 Beine haben.
Weltweit sind derzeit über 850 Zeckenarten bekannt. Hauptsächlich verteilen sie sich auf die beiden Familien der Schild- und der Lederzecken. Während die Lederzecken meistens in den Tropen und Subtropen vorkommen, sind Schildzecken weltweit verbreitet mit Ausnahme der Arktis und Antarktis. Auch in Mitteleuropa ist die Schildzecke (Ixodidae) die am weitesten verbreitete Zeckenart. Der bekannteste Vertreter ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus).
Da die Zecke ein Parasit ist, braucht sie andere Lebewesen, um sich von deren Blut zu ernähren. Als Wirte dienen Vögel, Reptilien und Säugetiere (Nager, Fledermäuse, Paarhufer) aber auch der Mensch.
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Viele Zeckenarten gehören dadurch zu bedeutenden Krankheitsüberträgern zwischen den Wirten, ohne jedoch selbst dabei zu erkranken. Zu diesen Krankheiten zählen u.a. die Früh-sommer-Meningoencephalitis (FSME) und die Borreliose, an denen auch Menschen regelmäßig ernsthaft erkranken, darum ist ein Zeckenstich eine Verletzung, mit der keineswegs leichtfertig umgegangen werden darf. |
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Die Zecke ritzt mit ihren Kieferklauen die Haut ein und schiebt den Stechapparat in die Wunde. Deswegen spricht man auch von einem "Zeckenstich". Dieser Stechapparat ist symmetrisch mit Widerhaken besetzt, die verhindern, dass die Zecke während des Saugvorgangs herausrutscht. |
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![]() Zecke beim Saugvorgang |
Ähnlich wie andere blutsaugende Insekten geben auch Zecken beim Zeckenstich vor Beginn der Nahrungsaufnahme ein Sekret ab, das mehrere wichtige Komponenten enthält:
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Leider haben Zecken nur sehr wenige natürliche Feinde, dazu zählen Pilze, die über die Atemwege in die Zecke eindringen und einige wenige Vogelarten, die Zecken fressen. Die Zecke ist als Parasit nicht nur Täter, sondern kann auch selbst Opfer von Parasiten werden. Etwa von Fadenwürmern oder kleinen, parasitischen Wespen.