Die Japanische Enzephalitis (JE) ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die nur im asiatischen Raum vorkommt. Jährlich werden hier etwa zwischen 20- und 50-Tausend Erkrankte registriert, darunter mindestens 5'000 bis zu 15'000 Todesfälle. Japanische Enzephalitis kann zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen. Kinder bis 15 Jahre und ältere Menschen sind besonders gefährdet.
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Erhöhtes Infektionsrisiko besteht in ländlichen Gegenden. |
Anders als der Name es vermuten lässt, kommt die Japanische Enzephalitis nicht nur in Japan vor, sondern in weiten Teilen Südost-Asiens. Die Krankheit wird regional durch unterschiedliche Viren ausgelöst, so durch das Japanische Encephalitis-Virus, Murray-Valley-Encephalitis-Virus und Kunjin-Virus. Das JE-Virus hat den Beschreibungen von Epidemien nach im Laufe der Jahre seinen Weg über Japan (Gebiet der ersten Beschreibung - als Namensquelle |
dienend: Japan, 1870) über China (1935), Korea (1949), dann in Richtung Malaysia, Indonesien (1960) und Indien (Ausbreitung von Süden nach Norden: 1955 - 1990) genommen. Selbst über Papua-Neuguinea (1995) und die Torres-Strasse (eine natürliche Meerestrasse zwischen Südostasien und Australien als Grenze vieler Erkrankungen) fand es den Weg nach Australien (1998). Auch nach Westen verbreitete es sich weiter.